Ein Nachmittag, den man nicht vergisst
Ein Erlebnisbericht von Johanna Warszawa.
„Sobald ich dich sehe, Süße, fange ich an zu strahlen“, sagt Kneipenwirt Onkel Hugo an einem Sonntagnachmittag zu einer älteren Dame. Nun strahlt nicht nur Onkel Hugo, sondern auch sie über beide Ohren.
Der Kneipenwirt steht an diesem Nachmittag vor dem Kultur und Tageszentrum „Verdo“ in Hitzacker. Seine braune Pfeife trägt er locker im rechten Mundwinkel, um seinen Bauch ist eine weiße Schürze gebunden und ausnahmsweise hat er sich eine blauweiß gestreifte Krawatte um seinen Hals gewickelt, statt einer schwarzen. Onkel Hugo kommt aus Hamburg. Das merkt man sofort. Er sagt Sachen wie „Döösbaddel“ oder „Trantüte“ oder „willste nen Backs?“.
Alles Formulierungen, die man außerhalb der Großstadt eher selten hört. Und Onkel Hugo ist Besitzer einer Bar, die sogenannte Haifischbar. Sie ist drinnen auf der großen Bühne des Kulturzentrums schon aufgebaut.
Vor der Bar läuft Tante Hermine umher. Sie führt mit Onkel Hugo zusammen das Geschäft und schaut wachsam in den Zuschauerraum. Lachend und schwatzend trudeln rund 250 Gäste ein. Sie alle werden mitgenommen auf eine Zeitreise in die 60er-Jahren. Sie befinden sich dann nicht mehr in Hitzacker, sondern in der Haifischbar auf der Reeperbahn in Hamburg.
Eine kleine Glocke klingelt, die Zeitreise beginnt. Auf der Bühne sitzt Gitarrist Michael Jessen, genannt Michi, alleine auf einem kleinen Stuhl. Er wartet noch auf seine Band The Rattles, die bis jetzt noch nicht aufgetaucht ist. Also fängt er schon mal an alleine zu spielen. Es ist die traurige und leicht sehnsuchtsvolle Melodie des Songs La Paloma von Hans Albers.
Dann wird die Bühne hell erleuchtet. Die Zuschauer jubeln, hinter der Bühne bringt sich Onkel Hugo in Stellung. Er tanzt zur Musik, lächelt und tritt durch den Vorhang. „Spürt ihr das Flimmern hier in der Haifischbar?“, ruft er. „Jaaa“, grölt das Publikum. Und dann sind die Zuschauer mitten im Geschehen. Sie singen zusammen mit Onkel Hugo Shantis, rufen mit ihm „Stimmung“ und schunkeln zu alten Seemannsliedern.
Doch dann passiert etwas, was kurz die Stimmung drückt. Ein französischer Zuhälter will die Bar von Onkel Hugo übernehmen, der lehnt natürlich sofort ab. Dann versucht er Tante Hermine von seinem Plan zu überzeugen, macht ihr sogar einen Heiratsantrag. Als sie kurz davor ist, den Vertrag zu unterschreiben, ruft das Publikum aufgebracht: „Nein, mach es nicht!“ und so scheitert der Zuhälter auch bei Hermine. Auf dem Höhepunkt des Stücks wird der Franzose dann von zwei mysteriösen Händen, die sich durch den Vorhang schieben, erdrosselt. Es steht die Frage im Raum, wer es war? Onkel Hugo? Tante Hermine? Oder doch die alte Rosenverkäuferin namens Ilse, die die ganze Zeit neben der Bar sitzt und die Anwesenden leicht auf die Nerven geht, indem sie immer wieder auf steht und den Song „Come on lets twist again“ krächzt. Zum Glück kommt dann Hauptwachtmeister Lothar vorbei und will alles aufklären. Doch der vermeintliche Retter stellt sich als Angsthase heraus, der beim Anblick der Leiche sofort zusammen zuckt. „Hermine, da ist etwas Komisches“; ruft er.
Die Aufklärung des Mordfalls zieht sich also in die Länge. Währenddessen sitzt Gitarrist Michi immer noch alleine ohne seine Bandkollegen am Bühnenrand. „Ich habe eine gute Nachricht für dich, Michi, deine Band ist endlich da“, ruft Onkel Hugo. Die drei anderen Rattles kommen auf die Bühne. Sie tragen Lederjacken, Sonnenbrillen, schwingen sich ihre Gitarren um und fangen sofort an, eine rockige Melodie zu spielen. Als Zuschauer merkt man schnell: Drei Gitarren, ein Schlagzeug und Männer mit Lederjacken und Sonnenbrillen sind cool. Das findet auch das Publikum. Es singt die Lieder mit, klatscht in die Hände und fängt an zu tanzen.
Das Ensemble des Theater iks bringt das Stück „Mord in der Haifischbar“ schon seit über zehn Jahren auf die Bühne. Seit knapp zwei Jahren treten sie zusammen mit der Hamburger Band „The Rattles“ auf. Die Band spielt zwischen den einzelnen Szenen Musik aus den 60er Jahren und ihre eigenen Songs. „Ich finde die Rattles geil“, sagt Dieter Warzsawa, der Onkel Hugo spielt und das Theater iks gegründet hat. „Mit der Musik bin ich aufgewachsen.“ In seiner Kindheit, in den 60er
Jahren, lief die Band im Radio. „Das war einfach die Musik, die die jungen Leute gehört haben“, erzählt Warszawa.
Zu der Zeit waren die Rattles gerade aufstrebende Künstler. Die Band spielte auf der Reeperbahn im Star-Club, dem gleichen Club, in dem damals auch die Beatles auftraten. Schlagzeuger Reinhard Tarrach, genannt Dicky, hat die Beatles als Gast im Star-Club live gesehen. „Ich fand die Band wirklich erfrischend, obwohl die damals keine eigenen Songs gespielt haben“, sagt er. Die vier hätten Lieder von Stars aus Amerika wie Chuck Berry nachgespielt. Erst spätabends hätten sie dann einen eigenen Song aufgeführt. „Das war ihr allererster Hit: ,Love me do‘“, erinnert der Schlagzeuger sich zurück.
Dicky war damals in seinen Zwanzigern. Eigentlich war er Inspektoranwärter bei der Landesversicherungsanstalt. „Mein Vater hat zu mir gesagt, Reinhard, das Beste, was dir passieren kann, ist, du wirst Beamter“, erzählt er. Da würde man eine tolle Pension bekommen. Aber Dicky entschied sich gegen diesen Karriereweg. Er spielte Schlagzeug in einer Amateurband und bekam dann 1963 das Angebot, bei den Rattles mitzuspielen. „Für mich war sofort klar, ey, das muss ich machen.“ Denn er hätte bemerkt, dass mit der Band irgendwas abging. Und die Band ging wirklich ab. Kurze Zeit später spielten sie im Star Club, dann gingen sie in England mit Little Richard und den Rolling Stones auf Tournee und waren 1966 das Vorprogramm der Beatles. Die vier Engländer tourten damals drei Tage lang durch Deutschland. Dicky erinnert sich noch daran, wie sie hinter der Bühne standen und die vier dazu kamen. „Da gingen hinten so die Gitter auf und dann kamen da so sechs weiße Mercedes-Limousine reingefahren“, sagt er.
„Diese Zeit war so unbeschwert“, findet Dicky. Sie hätten eigentlich keine Verpflichtungen gehabt, außer besser am Instrument zu werden und Platz eins in den Charts zu erreichen. Diese sorglose Stimmung hätte es auch in der Gesellschaft gegeben. Der Krieg war vorbei, die Menschen schauten nach vorne und die Jugend feierte in Clubs zu Rock-’n‘-Roll-Musik. Eigentlich sei das eine heile Welt gewesen, mit ein paar Alltagsproblemen, erzählt Dicky. Genauso sei es auch in der Haifischbar. „Die Probleme, die hier besprochen werden, sind kinderleicht.“ Es geht um Eifersucht, um Liebe und um Stolz. Das alles, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor, sorgt dafür, dass man die große Weltpolitik vergessen kann.
Das merkt man auch am Sonntagnachmittag in Hitzacker. Die Leute sind gelöst, lachen bei jedem Witz, rufen mit Onkel Hugo laut „Stimmung“ und schunkeln fleißig bei den Shantys mit. Es ist ein Nachmittag, der viel zu schnell vorbeigeht. Als dann am Ende die Zuschauer den Saal verlassen und das Licht der Haifischbar verglimmt, kommt noch eine Dame aus dem Publikum zu Onkel Hugo. „Ich hätte nie gedacht, dass ich an einem Sonntagnachmittag nochmal so abrocke“, sagt sie und lacht.
Presse-Info über das Theater ik´s aus Hamburg:
Theater ik´s ist ein mobiles Event-Theater aus Hamburg und mit Live-Auftritten seit 30 Jahren deutschlandweit unterwegs.
Das Repertoire umfasst Krimi-Comedy-Dinner, WalkActs, Unternehmenstheater für. Firmen und Sketche mit skurrilen Figuren.
Ganz gleich, ob für ein oder mehrere Programme, speziell auf Firmen zugeschnitten oder eigens für die Firmengeschichte gespielte Szenen:
Theater ik´s „sorgt für gute Unterhaltung“
Presse-Kontakt: Tel. 040 – 270 07 19, Mail: info@theater-iks.de
Pressespiegel über Auftritte vom Theater ik´s
Mai 2026 Hinz & Kunzt Straßenmagazin Link zum Artikel
April 2026 Bad Salzuflen
März 2026 NDR Nordmagazin Link zum Beitrag
Oktober 2025 Loccum
Mai 2025 Bad Oeynhausen
Februar 2025 Bad Oeynhausen
Norddeutsche Rundschau
2025
Artikel von Marieke Klinkenberg

Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne Presse Fotos vom Theater ik´s zu. Kontakt: info@theater-ik´s.de und marketing@theater-ik´s.de
Foto: Auftritt mit dem Krimi-Comedy „Mord in der Haifischbar“, Teil 2 im Goldbekhaus in Hamburg,
Nach erfolgreichem Crowdfunding auf Startnext.
Gadebusch-Rhenaer Zeitung
Norddeutsche Rundschau 05.05.2023
Foto: WalkAct Marktmeister Hugo und seine Hermine auf dem Steinburger Abendmarkt in Itzehoe
Baerler Hotel 6/2023
Artikel von Martin Krumpitz
„Bremerförder Zeitung“
20.09.2019
„Ich werde Sie so lange betreuen, bis Sie sagen
‚jetzt bin ich bedient“, Butler Johann, Walk Act bei
Edeka Neueröffnung
Artikel von Lutz Hilken
KRIMI-COMEDY-DINNER
Bei den Krimi-Comedy-Dinner ist ein absoluter Klassiker der „Mord in der Haifischbar“ und das
neueste Stück ist „Mord bei der Familie Forget-Nie“, eine Musik Show mit Tumult, künstlerischen
Überraschungen und natürlich viel Live-Musik.
Neu: Mit dem Klassiker „Mord in der Haifischbar“ geht das Theater.ik´s mit der Rocklegende The Rattles 2026 auf Tour!
Mord in der Haifischbar, in Hamburg St. Pauli
Dieses Konzept ist neu, eine Symbiose aus Comedy-Theater und Rockmusik
Erstmals gastiert das Theater ik´s auf neuen Bühnen mit einem außergewöhnlichen Konzept.
Das Theater ik´s führt das Stück “Mord in der Haifischbar Hamburg, St. Pauli”, in 2 Teilen auf.
Seit. 30 Jahren Theater ik´s
In über 30 Jahren ist Theater ik´s von einem Straßentheater zu einem professionellen mobilen Event-Theater gewachsen.
„Wir lieben es, Menschen zum Lachen zu bringen“ sagen die beiden Gründer Dieter Warszawa und Birgit Schleper.
Das Theater ik’s sorgt mit seinen professionellen SchauspielerInnen und MusikerInnen für künstlerische Begleitung bei Events
und für gute Unterhaltung bei Krimi-Comedy-Dinner von der Begrüßung bis zum Dessert.
Das Theater ik´s bietet als Besondere Leistung. für Firmen:
COACHING FÜR MITARBEITER*INNEN
Das Theater ik´s ist sehr vielseitig, denn einerseits tritt das Theater bei Firmenfeiern, Geburtstagen, Hochzeiten und
Jubiläen mit Walk Acts und Krimi-Comedy auf und andererseits unterstützt es Unternehmen bei Coaching-Seminaren
Es erarbeitet für die jeweiligen Seminare ein passendes Konzept für Themen wie z.B. Kundengespräch und Mitarbeitermotivation.
Die SchauspielerInnen stellen dabei typische Kundengespräche nach. So können FirmenmitarbeiterInnen
kritische Situationen erkennen und Strategien für eine bessere Gesprächsführung entwickeln.
Bei der Erarbeitung der Seminare kooperiert das Theater ik´s mit der Unternehmensberatungsfirma p-e-d, deren Leiter ist Dr. Matthias Grimm.
V.i.S.d.P.: www.theater-iks.de, Dieter Warszawa, Birgit Schleper

















